rolling with the punches


carrying the load


un-scared


life jacket


what you see from a tree


... mel kadel. euer eye candy für den einstieg ins wochenende.


www.melkadel.com



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reich-ranicki hat sie im aktuellen cicero gefordert: mehr medienkritik - vor allem aber auf hohem niveau, unter den wachsamen augen der kritiker aufeinander. und vielleicht muss man ihm recht geben, denn dass seine worte einen 'eklat' verursachten obwohl alle intellektuellen und halbwegs gescheiten bewohner dieses landes ähnliches dachten, verrät viel über den zustand der kritik an sich. eine treffende, lesenswerte kritik zu schreiben erfordert zudem mehr umsicht und einsicht in die sache als eine nachricht, ein plattes lob, ein zerriss oder eine persönliche meinung. hervorragende kritiker sind kenner ihrer sache.

im web gibt es mittlerweile eine ganze reihe von mediendiensten, z.b. medienlese, turi2 oder meedia, die leider - da nur in kleinen nuancen verschieden - die chance verpasst haben inhaltlich relevant zu werden und sich ein klares profil zu erarbeiten, indem sie nicht nur als newsticker dienen, sondern die auf ihren seiten publizierten neuerungen in der medienlandschaft kritisch unter die lupe nehmen. eine solche verpasste gelegenheit wurde gestern abermals deutlich, als die nachricht von dem springer-volontärs-projekt macht-maschine in den umlauf kam. ein paar mehr worte widmete der seite dann thomas knüwer von indiskretion ehrensache, allerdings sehr lieblos, sehr wohlwollend, und ohne haltung. der text von knüwer lässt sogar tiefer blicken: recherchiert, gelesen wurde für den text nur oberflächlich. ein tieferer einstieg in die macht-maschine hätte ihn vermutlich wesentlich mehr worte, wesentlich abschätziger verfassen lassen. denn um es auf den punkt zu bringen: die macht-maschine hätte von einem schülerprojekt eleganter und intellektuell anspruchsvoller umgesetzt werden können.
als journalist scheint man derzeit leicht geneigt zu sein, die ach so mutigen schritte in den online-journalismus mit anerkennung zu belohnen, die qualität ist dann gleichsam nachrangig. dass die website der macht-maschine keinen schönheitspreis gewinnt ist zunächst weniger wichtig, denn im zeitungswesen sollten die inhalte und ihre relevanz an erster stelle stehen. dann kommt allerdings hinzu, dass die eigentlich sehr guten ideen für politische texte eine stilistische katastrophe sind. meist befinden sich volontäre erst auf dem weg zur edelfeder, ein guter schreiber sollte man aber bereits vor dem gedanken an das journalistische volontariat sein, denn für das schrifttum muss ebenso wie für malerei, tanz oder fußball ein guter grundstock an talent vorhanden sein, um dieses weiter zu bilden. viel mehr entsetzt hat mich aber ein spezieller artikel: die alpha-jägerinnen von yvonne beister. tatsächlich schaffen es im november 2008 immer noch junge journalistinnen nicht nur sexistische texte zu fabrizieren, sie verkaufen darin auch noch ein frauenbild, dass keine frau ernsthaft für sich in anspruch nehmen kann, besonders keine journalistin, deren aufgabe es sein sollte, die welt zu reflektieren. der text von frau beister, der sich mit jüngeren frauen, die sich politische amtsträger angeln - (0der die ergrauten herren die jungen damen?) - , beschäftigt, ist kaum zu ertragen. für ihr eigenes seelenheil ist jede frau mit einer geschichte aus einer tatsächlichen boulevardzeitung besser bedient, die über ein paar wie joschka fischer und minu barati nur ein paar blumige zeilen schreibt, nicht aber schubladen öffnet für frauen, die der macht als dem absolutem aphrodisiakum verfallen, oder den herren, die einer jungen schönen frau hörig werden und daraufhin nur rosa sehen. träumt frau beister etwa heimlich davon, einmal eine der erfolgreichen talk-damen zu werden, und sich dann mit millionär, unternehmenschef oder minister zu schmücken und einen vergoldeten herd zu besitzen?
das bedauernswerte an diesem text ist außerdem, dass die autorin vermutlich glaubt, einen artikel unter dem dach der 'girl power' verfasst zu haben. schließlich ist es für eine junge frau eine errungenschaft, sich einen vermögenenden, einflussreichen gatten zu angeln! im gegenzug dieser logik ist ein mann, der sich in eine jüngere, schöne frau verliebt dann ein geiler sack - eine geschichte, die auf den ersten blick nicht in die macht-maschine passt, aber das heimliche gegenstück zu beisters ausführungen ist.



ebenso wie der cicero nennt die macht-maschine ihren gesellschaftsteil 'salon'. im salon des cicero ist in der aktuellen ausgabe das sehr erheiternde interview mit reich-ranicki erschienen, aus dessen antworten zarte, wenn auch unbedarfte frauenfeindlichkeit spricht. ein kleiner auszug des interviews findet sich hier. der cicero ist indes ein stückchen näher an das boulevard herangerückt, zumindest in der oberen rechten ecke seines deckblatts. dort fand sich kürzlich die ankündigung für den innenteil: "wer ist merkels ehemann wirklich?" oder aktuell "sex und geld - das gigolo prinzip". das gegenstück zu zuletzt genannter, reißerischer überschrift ist dann aber doch überraschend klug. der leser darf beruhigt sein. ein teaser zum text von christine eichel findet sich auf der seite des cicero, und ihr artikel enthält zumindest geschliffen formulierte klischees wenn sie schreibt:

"es bedarf nicht allzu viel fantasie, um sich vorzustellen, welchem genre die männer angehören, die eine frau der klatten-liga bei vorstandssitzungen, societypartys und golfturnieren trifft. sie erlebt die öde selbstgefälligkeit gestandener herren, die sich mithilfe routinierter beeindruckungsprosa in bewunderung sonnen wollen. ungefragt geben sie anekoten aus dem allzu umfangreichen repertoire ihrer heldengeschichten zum besten. frauen sind ihr publikum, ihr spiegel, ihre claque."

vielleicht vermittelt christine eichel hier sogar mehr wahrheit als klischee. fest steht aber für die macht-maschine: könnte yvonne beister nur annähernd so erstklassig schreiben wie frau eichel, wäre die bodenlosigkeit ihres textes nicht sofort ins auge gesprungen.

die leser, die sich nach der einstellungsverkündung der park avenue ein paar tränen von der wange tupfen mussten, finden vielleicht im cicero eine alternative, wollte die park avenue doch intellekt und glamour verbinden, so zumindest stimmen des magazins. zwar müssten die leser dann auf untrainierte b-prominente auf roten teppichen verzichten, dass der cicero hingege n wesentlich mehr geistreiches bietet steht außer frage. ich gehe noch einen schritt weiter: neo rauch, kehlmann und sogar ein zeternder reich-ranicki verfügen über weitaus mehr glamour, als ein riege schauspieler an der bar einer preisverleihung oder eine spa selection.




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jona bechtolt, yacht

Don't care what they may say, we got that attitude.
Don't care what they may do, we got that attitude.
Hey, we got that PMA (positive mental attitude).







marty schnapf, visual & performance artist



honey owens, musician



tahni holt, dancer, choreograph & performance artist


die künstlerische zusammenarbeit von cinco und chris hornbecker nähert sich dem 'inside light' bei verschiedenen kreativen. jeder verfüge über dieses licht - ob man es nun intuition, perspektive oder inspiration nennen wolle - und für manche sei es das herzstück ihres tuns - so die umsetzenden künstler der fotoreihe. für ihr projekt haben sie junge und innovative schöpfer aus dem raum portland nach dem zentralen thema als quelle ihres künstlerischen schaffens befragt und sie mit der lichtreflektion dieses wortes fotografiert. die vollständige fotoserie mit jeweils einem ausführlicherem statement zur inspiration findet ihr auf der website der zusammenarbeit: the inside light.





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erst ende august schrieb ich hier über ein interview der süddeutschen zeitung "über männer" mit grünen-politikerin renate künast. online bei der sz verfügbar ist dieses interview leider bis heute nicht; lediglich auf den seiten des sz-magazin gibt es das interview ohne worte mit ihr. da frau künast hingegen ein anliegen zu sein scheint, ihre worte zu männern und feminismus dem interessierten leser auch nach zerfleddern der wochenendbeilage der sz zugänglich zu machen, hat sie es auf ihrer homepage publiziert. dort könnt ihr beispielsweise solche statements nachlesen:


Sind alte Feministinnen schlicht spießig?
Renate Künast: "Wir dürfen nicht daherkommen wie die alten Kriegerinnen, die eins aufs Maul gekriegt haben, die Verletzungen und Narben haben und wissen, was richtig ist, wie man zu kämpfen hat und wie man dabei auszusehen hat. Schrecklich ist doch das Modell alte Feministin, die den jungen Frauen sagt: Zieh ein Wallekleid an, zeige dich nicht, und trage das Messer immer quer im Mund, bereit für den Geschlechterkampf. Jede Generation muss ihre Werkzeuge und ihre Themen selbst festlegen. Sie muss ihren Kampf ja auch selber kämpfen."

Wären Sie lieber als Mann geboren?
Renate Künast: "Mh. . . Frau sein ist viel schöner. So ein Männerleben ist doch auch verdammt anstrengend."


die veranstaltungsreihe mitte der woche des studentischen zusammenschluss berliner kommunikationsforum e.v. hat frau künast für den 3. dezember zu einem gespräch eingeladen. wie eh und je wird sich an diesem abend in lockerer atmosphäre und mit gemütlichen ausklang zusammengefunden. kluge fragen sind wie immer erwünscht. mehr informationen findet ihr auf den flyern und bei mitte der woche selbst. zum interview 'über männer' geht es hier entlang.






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11/25/2008










your daily eye candy by ye rin mok.





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11/23/2008






am sonntag reicht es meist nur für bilder, dem picknick und rodeo sei's gedankt. diese karos stammen aus der aktuellen herbst/winterkollektion des französischen labels sessun von der designerin mit dem wunderschönen namen emma françois. meine garderobe ergänzt aktuell das modell oscar, ein adrettes empirekleid in dunkelblau - zu sehen nach dem klick.






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hanne van der woude

kaum etwas kratzt mehr an meinem morgenlächeln als die abwesenheit des sz-magazins in meinem briefkasten an einem freitagmorgen. bis zu meinem büro am hegelplatz ist dieses feine heft die ideale intellektuelle ergänzung zum kaffee und wohl das einzige magazin, dass meinen all monatlich wiederkehrenden altpapierentsorgungsaktionen niemals zum opfer fällt. "boy, ich zeige dir meine sz-magazin-sammlung." auch gestern morgen zauberte das heft mir einmal wieder ein verschmitztes lächeln auf die lippen: 'das prinzip' widmete sich meinem liebsten artgenossen - boris becker. ich habe noch nie einen tennisschläger des sportes wegen in der hand gehabt, ich siedle den sexappeal von männern in weißen shorts eher am unteren ende der skala an, und deutschen klatsch verfolge ich maximal auf bild online - doch: boris hat bei mir einen stein im brett, mit augenzwinkerndem beigeschmack.
nach einer kindheit mit zu vielen spitznamen in referenz meiner roten locken, habe ich diese dann doch irgendwann ins herz geschlossen und vor allem entschieden, dass ich ebenso rotgeringelte kinder später mein eigen nennen möchte. diesen wunsch in die tat umzusetzen gestaltet sich dabei gar nicht so einfach. nicht nur, bin ich weit vom ticken meiner biologischen uhr entfernt, rote haare vererben sich außerdem rezessiv: mein rostiges haupthaar verdanke ich der mutter meines vaters. selbst ein rothaariger mann böte keine garantie für mein rotes wunschkind.
die zündende idee, wie ich trotz aller mendelschen regeln zu eigenen ginger kids kommen könnte, hatte schließlich der praktikant bei meiner früheren arbeit: boris becker muss her! wer mit einer afro-amerikanischen frau ein rothaariges kind zeugen kann, müsste mit einer rothaarigen frau gemeinsam vermutlich eine lola rennt in die welt setzen. der realisierung dieser idee stand nach diesem geistesblitz nur entgegen, dass ich in der reihe von beckers liebschaften aussehen würde wie das schwarze schaf, und zudem bobbele gegenüber eher mütterliche gefühle entwickele, als den gedanken an einen liebesakt. das sz-magazin hat dies in dieser woche hervorragend analysiert und in worte gefasst: boris bleibt ein kleiner junge, und ein sitcom-held dazu:

"Nur der Sitcom-Held ist in seinen Wünschen und Träumen, seinen Stärken und Schwächen und ewigen Selbsttäuschungen ähnlich durchschaubar und simpel gestrickt. Er sagt dies, und jeder Fünfjährige vor dem Bildschirm weiß: Eigentlich meint er das. Eine cappuccinofarbene Frau tritt auf, und siehe da: Sabber, sabber, bumms, rassel, Gelächter. Dann kommt eine Blondine, er schenkt ihr mit großer Geste einen Verlobungsring, aber am Ende der Folge: Har, har, har. In der Ecke des Sets ist eine Tür, die fast nie aufgemacht wird, aber jeder weiß: Besenkammer. Wann immer er daran vorbeikommt: Ho, ho, ho."

den vollständigen artikel von tobias kniebe gibt es an dieser stelle, und ich empfehle ihn wärmstens. nicht nur ist er ein bißchen böse - und das mögen wir - er wird auch in euch die mütterlichen oder väterlichen gefühle für das bobbele wecken, und ein bißchen liebe hätte er vermutlich jetzt verdient. per sms den laufpass zu bekommen, nagt auch an einem sitcom-helden.






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in berlin findet heute und morgen der kongress "dem hass keine chance - homophobie entschieden entgegentreten" statt. organisiert wurde die konferenz von der grünen bundestagsfraktion. unter anderem soll dort ein nationaler aktionsplan gegen homophobie diskutiert werden. neben zahlreichen politikern, darunter auch volker beck und claudia roth, sprechen prominente gäste wie rosa von praunheim im rahmen der podiumsdiskussion: "akzeptanz von lesben und schwulen – wo stehen wir?". auch über das heikle thema "homosexualität und sport - das große tabu" wird mit fußballspielerein tanja walther-ahrens und weiteren teilnehmern in einem workshop debattiert. weitere workshops finden am samstag zu themen wie homophobie im musikbusiness, diskriminierung im wirtschaftsleben und religion statt. das vollständige programm findet sich nach dem klick.





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auf dem grünen parteitag wurde nur am rande gestrickt, und die erotische fantasie vom akt auf dem eisbärenfell und kaminatmosphäre haben die jungen tierfreundinnen mit den treuen, tiefschwarzen knopfaugen des weißen wollknäuls knut zu den nie mehr zu öffnenden akten gelegt.
eine noble alternative zu eigenstrick und polarbärteppich hat nun liset van der scheer in zusammenarbeit mit casalis carpets für die bonnet kollektion entworfen. nicht nur hat die niederländerin wärmende strickdesigns gestaltet, auch kuschlige, weiche möbel gehören zu der reihe. die so genannten pouffes besitzen eine gestrickte hülle aus merinowolle und sind in dutzenden farben, größen und formen erhältlich. cuscheln for christmas.


so, we went to the cinema, we came home from the cinema.
we went through the front door, up the stairs,
through the bedroom door,
onto the bedroom floor -
i’ve seen her naked twice, i’ve seen her naked twice!

(brand new girl friend, by art brut)






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Hier gehört sie hin. Zumindest teilweise.

Das Wort Mädchen schwimmt mit Biss und ohne Charme auf einen Medaillenplatz der Unwörter des Jahres. Neue deutsche Mädchen, Alphamädchen oder Mädchen, die auf Toiletten Tampons tauschen braucht laut den feministischen Manifesten junger deutscher Schriftstellerinnen die Republik. Kohls Mädchen wird mittlerweile seit November 2005 als Frau Kanzlerin angesprochen. Anstatt sich mit neuen deutschen Mädchen Mitte dreißig auseinanderzusetzen, trifft Angela Merkel die Frauen von Morgen lieber auf dem Girls-Day und informiert Schülerinnen über Berufswege in Natur- und Ingeneurswissenschaften.
Miriam Yung Min Stein, Autorin der gleichen Generation, der die neuen Feministinnen entstammen, hat sich selbst und ihre Rolle in dieser Gesellschaft an anderer Stelle gesucht, denn zum einen machte eine Karriere aus dem Alphamädchenbilderbuch sie nicht glücklich, zum anderen steht für Miriam Stein fest: Ich bin eine Frau, und niemand muss Alice Schwarzer um Erlaubnis fragen, wenn er Sex haben möchte oder Pornos gucken will.
Über das Frausein in Deutschland und anderswo hat Miriam Stein trotzdem mit uns gesprochen; zudem befragten wir sie zu ihrem ersten Buch „Berlin Seoul Berlin“, in dem sie die Bedeutung ihrer Adoption aus Südkorea 1977 für ihren Lebensweg aufarbeitet. Erst nach ihrer Jugend in Osnabrück, Leben in London, Studium in den USA und ihrer Arbeit als Filmemacherin für Werbung und Musikvideos entschließt sie sich an den Ort ihrer Geburt zurückzukehren, um den Antworten, die ihr weder ihre Eltern, noch der Erfolg, das Jet-Set-Leben oder Berlin geben konnten, näher zu kommen. Neben einer deutlichen Position zum Thema Auslandsadoption gelingt Miriam Stein zudem eine scharfblickende und persönliche Darstellung des koreanischen Alltags sowie eine intensive Reflektion zu Wert und Bedeutung von Zugehörigkeit, Vertrauen und Lebenszielen.


Wann und warum hast Du entschieden nach Korea zu reisen?
MIRIAM YUNG MIN STEIN: Kurz bevor ich nach Korea gefahren bin habe ich aufgehört in der Werbung zu arbeiten. Als letzten Job habe ich im Frühjahr 2005 angefangen an einem Coca Cola Budget zu arbeiten. Als ich 14 war hatte ich den Traum, Filmemacherin zu werden und hab dann bei den Arbeiten von Roman Coppola und Wes Anderson gedacht „Wenn ich mit diesen Leuten arbeiten könnte, dann bin ich glücklich im Leben, dann kann ich sterben.“ Es ergab es sich dann bei der Vorbereitung für den Coca Cola Spot, dass Roman Coppolas Name auf der Liste stand. Da habe ich mich natürlich sehr für ihn eingesetzt, denn er macht tolle Arbeiten und wurde so letztendlich dafür ausgewählt, den Spot zu machen. Dann sind wir zwei Monate in Los Angeles gewesen und haben in seinem Büro gearbeitet; ich war im Grunde fast da wo ich immer hinwollte. Es war großartig, ich möchte diese Erfahrung auch nicht missen, aber mir war plötzlich auch ganz klar, dass das nicht unbedingt meine Welt ist. Und dass das tolle, inspirierende Menschen sind und das ich vielleicht aber nicht mal Filmemacherin bin. Ich war schon relativ erfolgreich in meinem Job und konnte mich trotzdem nie dazu entscheiden. Es war mir immer peinlich, zu sagen ich sei Regisseurin oder ich sei Texterin. Dann bin ich zurück nach Deutschland, im Sommer 2005, und hab wirklich nur gewusst, dass ich das nicht mehr machen will und irgendwie schreiben will. Dann ist mir auch nichts weiter eingefallen. Schließlich bin ich nach Korea geflogen.

Deine Geschichte betrachtet das Thema Adoption vor allem von der Seite der adoptierten Kinder. Du kritisierst in deinem Buch, die Medien würden sehr einseitig über Leid und Freud der sich ein Kind wünschenden Adoptiveltern berichten und dabei ignorieren, was es für ein Kind und später einen Erwachsenen bedeuten kann, fernab der Heimat und ohne Wissen über den Beginn des eigenen Lebens aufzuwachsen. Bist Du bei deiner Reise, deinen Recherchen auf ähnlich denkende Menschen gestoßen? Haben Adoptivkinder mittlerweile eine eigene Lobby?
MS: Lobby wäre mir zu viel gesagt. Es gibt Versuche einer Interessenwahrnehmung von Terre des Hommes, dem Kinderhilfswerk, das eigentlich die meisten Kinder in den 70ern und frühen 80ern vermittelt hat. Terre des Hommes hat die Vermittlung von Kindern mittlerweile eingestellt, weil sie sich nicht mehr sicher waren, ob das wirklich eine gute Idee ist. Sie machen nun sehr viel Post-Adoptionsarbeit. Es gibt Treffen, es gibt Netzwerke, es gibt Workshops. Das alles gibt es und es wird auch genutzt. Meine Freundin Victoria, die auch im Buch vorkommt und ein bisschen jünger ist als ich, ist zum Beispiel sehr aktiv. Auch Anneli Schinkel ist sehr aktiv. Es ist schon hilfreich, dass es das gibt, es ist hilfreich, sich mit anderen Adoptierten austauschen zu können. Man hat dann nicht mehr so sehr das Gefühl, dass man undankbar ist oder das alles nur für einen selbst so schrecklich war. Es gibt einfach ein paar generelle Probleme - Bindungsängste, Vertrauensprobleme - die wir tatsächlich alle haben. Es hilft uns natürlich, darüber zu reden, das als normal zu sehen und dann letzten Endes auch darüber hinwegzukommen.

Angelina Jolie, Madonna, Gerhard Schröder – die Adoption von Kindern aus anderen Ländern hat einen hohen Nachrichtenwert. Findest du, das Thema wird verzerrt dargestellt? Ist Adoption für Prominente derzeit en vogue?
MS: Ja, es ist sehr verzerrt. Ich will gar nicht mal den Familien einen Vorwurf machen, jede Familie trifft individuelle Entscheidungen für ihr eigenes Wohl. Ich stehe dem trotzdem kritisch gegenüber, nur ist natürlich die Berichterstattung über die Familie Jolie-Pitt, Madonna oder die Schröders extrem einseitig, verkitscht und vereinfacht. Es gibt meiner Meinung nach kein allgegenwärtiges Glück, das Adoptivmutter und Adoptivkind widerfährt. Das ist meiner Meinung nach sogar eine extrem schwierig Situation, die natürlich bereichert, aber gleichzeitig auch sehr viele neue Fragen aufwirft.
Die Motivation ist bei adoptierten Kindern aus Dritte Welt -Ländern ist immer noch eine, die mit einer gewissen Hilfeleistung zu tun hat. Es ist de facto so, dass wenn man selbst in Südkorea Waisenkinder sieht, irgendetwas in einem tatsächlich: sagt „Nimm’s mit, der arme Wurm.“ Ob man dem wirklich nachgeben soll, würde ich in Frage stellen. Man muss sich überlegen, dass wenn man ins Waisenhaus geht und sich ein Kind aussucht, 50 andere Kinder zurückbleiben. Was sagt man denen denn? Warum waren sie nicht gut genug, um mit der westlichen Frau mitgehen zu dürfen? Oder was ist mit den Müttern? Jedes Adoptivkind hat abgebende Eltern, die damit leben müssen, ihr Kind weggegeben zu haben. Die - in Korea war es definitiv gesellschaftlich verpönt, uneheliche Kinder zu haben - das dreißig Jahre lang als Geheimnis in sich getragen haben, die immer gesagt bekommen haben: „Gib doch dein Kind weg, es hat es doch dort viel besser.“ Was heißt das denn für die Koreanerin oder Peruanerin oder Chinesin? Dass sie nicht gut genug sind, ihr Kind großzuziehen. Man muss sich einen Moment Zeit nehmen und gut darüber nachdenken, wie die Konsequenzen für Kind und Mutter als auch für die Gesellschaft sind. Und das wird meiner Meinung nach viel zu wenig öffentlich diskutiert und da würde ich mir sehr wünschen, dass das in Zukunft ein bisschen mehrdimensionaler wird.

Wann hast du angefangen wahrzunehmen dass du anders bist, nicht nur äußerlich sondern auch kulturell?
MS: Ich weiß gar nicht, ob ich kulturell so anders bin, ich sehe tatsächlich anders aus, das ist vor allem als Teenager sehr schwierig gewesen. Ich bin sehr deutsch und sehr mitteleuropäisch erzogen ausgebildet worden. Es gibt ein paar Sachen in mir, die sind ein bisschen anders, aber ich glaub, da hat jeder so seine Macken. Ich glaube mir geht’s eher darum, dass ich mich damit ständig auseinander setzen muss wer ich bin, also tatsächlich über meine Identität ganz anders nachdenken muss, weil ich immer wieder darauf hingewiesen werde, dass ich irgendwie anders bin. Deswegen waren eben diese Fragen wie „Was ist eigentlich meine Funktion im Leben? Wieso bin ich eigentlich hier und nicht dort, wieso ausgerechnet in Deutschland und nicht in Schweden oder den USA? Welche Auswirkungen hat dieses Unwissen über die Eltern und das Geburtsdatum auf mich?“ in meinem Kopf. Deswegen glaube ich, dass viele Identitätsprobleme, die jeder hat, auch nicht Adoptierte, nicht ausländisch aussehende Jugendliche, für mich sehr viel brennender auf dem Tisch lagen und ich sie viel weniger verdrängen konnte, als, sagen wir mal „eingeborene“ Deutsche.

Identitätsbildung läuft für Mädchen in der Pubertät viel über das Äußere …
MS: Ganz genau. Es ist natürlich so, dass wenn man sowieso nicht mehr weiß, wer man ist und was der eigene Körper macht, es für mich schwierig war, dass sich Jungen überhaupt nicht für mich interessiert haben. Da war gar nichts. Ich wusste gar nicht, woran das liegt. Irgendwann habe ich gedacht: „Ich bin einfach hässlich.“ Oder mich hat gestört, dass ich nie verschwinden konnte. Ich hatte das Gefühl, ich würde immer auffallen, ich könnte nie einfach mal irgendwo herumsitzen und sein. Irgendwann hat mich dieser Gedanke auch paranoid gemacht, aber so etwas verselbstständigt sich ja auch. Zum anderen kommt noch dazu, dass das gängige stereotypische Bild von ostasiatischen Frauen in Europa verzerrt ist. Das ist ganz anders, die koreanische Kultur ist laut, pathetisch, dramatisch und temperamentvoll. Das ist gar nicht so weit her mit dem devoten, lächelnden, nickenden Weibchen. Dann bin ich eben mal laut, wenn es keiner erwartet. Ich hatte auch irgendwann keine Lust mehr zu erzählen, warum ich so aussehe, aber so gut Deutsch spreche. Dann bin ich eben ins Ausland gegangen und hab auch immer wieder versucht, die Geschichte zu umgehen. Nach dem Abitur habe ich relativ lange in London gelebt und habe beispielsweise so hart an meinem Englisch gearbeitet, bis ich ganz akzentfrei mit einem leichten Londoner Akzent gesprochen habe. Damit mit ja niemand mehr fragt: „Was bist du denn für eine? Du sprichst so und so, siehst aber so und so aus.“ Man kann natürlich nicht ewig davor weglaufen, das holt einen dann doch irgendwie wieder ein.

Viele Schreiberinnen haben in diesem Jahr ihr Debüt als Buchautorin mit einer Art feministischem Grundsatzprogramm gegeben. Das Thema scheint sehr aktuell und noch lange nicht abgeschlossen. Hast du dich dazu irgendwann und irgendwo positioniert?
MS: Ich bin ja sehr viel gereist und hab auch das Glück gehabt, in Korea wirklich einen Blick in die Gesellschaft werfen zu dürfen. Ich bin sehr dankbar, dass ich in Deutschland eigentlich das Beste dieser Kultur mitbekommen habe, nämlich ihre Offenheit, ihre politische Gleichberechtigung. In unserem Grundgesetz steht das, weil eine Frau dafür gekämpft hat, dass Männer und Frauen gleich sind. Ich halte das für extrem wichtig, das macht gesellschaftlich einen Riesenunterschied. Südkorea ist ein paterlineares Land; da waren Frauen bis vor 20 Jahren nicht mehr wert, als ihr Ehemann und ihre männlichen Nachkommen. Wenn Frauen als ersten Nachkommen eine Tochter bekamen, hatte dieses Mädchen in ihrem Leben nicht sehr viel zu lachen, die hat dann gerne mal das Leben ihrer Eltern zerstört. Das ist alles noch sehr nah dran, in Lateinamerika ist das zum Beispiel ähnlich. Deswegen kann ich eigentlich die Haltung der „Neuen deutschen Mädchen“ und der „Alphamädchen“ schwer nachvollziehen, da sie sich ihre Geschichte, ihre Historie beziehungsweise den Rest der Welt, in dem es vielleicht ein bisschen anders ist als hier, so wenig bewusst machen. Natürlich ist die eigene Karriere und eigenes Geld extrem wichtig. Ich find Beziehungen auch ganz toll, ich finde Männer auch ganz toll, ich finde Sex auch ganz toll. Aber ich finde es gibt mehr, als die Work-Wife-Balance. Und es gibt auch mehr zum Feminismus, auch heute noch, obwohl der Emanzipationsprozess politisch gesehen fast abgeschlossen ist. Das heißt aber nicht, dass die Arbeit damit aufhört oder dass die Solidarität aufhört. Ich finde, dass es Rollenmodelle weiterhin geben muss und Frauen, die ihre Arbeit machen und für ihre Arbeit respektiert und gesehen werden, nicht dafür dass sie Frauen sind. Ob das Damen sind, die in der Medienwelt arbeiten, Ingenieurinnen oder Taxifahrerinnen, das ist mir vollkommen egal. Wenn es arbeitende Frauen gibt, die jungen Mädchen Rollenmodelle sein können, um ihnen zu zeigen, dass es ein Leben außerhalb der Work-Wife-Balance existiert. Auch in der ganzen Diskussion um Alice Schwarzer und den Feminismus. Da ist natürlich sehr polarisiert worden. Trotzdem bin ich der Meinung, dass meine Generation ganz klar auf den Schultern von Alice Schwarzer steht. Man mag nicht in jedem Punkt mit ihr übereinstimmen. Man muss sie auch nicht fragen, wenn man Pornos guckt, oder Sex hat. Aber wir wären ohne sie niemals dort, wo wir jetzt sind. Wir haben nicht kämpfen müssen, wir mussten nicht auf die Straße. Wir mussten uns weder um §218 bemühen, noch um Grundgesetzgleichberechtigung bemühen. Wir mussten nicht gegen unsere Väter kämpfen, um auf die Universität gehen zu können. Wir müssen uns klarmachen, dass wir in einer Luxusposition stehen. Gerade im Vergleich zu Südkorea, wo die jungen Frauen immer noch mit der Erwartungshaltung leben, dass sie nach der Hochzeit als Mütter zu Hause bleiben. Wir haben die Freiheit, zu entscheiden, was wir wollen. Ich fände es schön, wenn man sich der glücklichen Situation, in der man sich befindet, wirklich bewusst wird und auch etwas daraus macht.

Aber gibt es nicht Bereiche, in die es für Frauen sehr schwer ist vorzudringen? Die Jungs aus der Fraktion gehen nach der Sitzung miteinander saufen, der Vorstand in den Strip-Club und mit Sicherheit fragt niemand die Kolleginnen, ob sie mit möchten.
MS: Konservative Männer bilden seit jeher Seilschaften, womit sie sich gegenseitig helfen und gegebenenfalls zu immer höheren Positionen verhelfen. Frauen, auch gerade Frauen aus der linken Ecke, haben das nicht oder wenig. Ich hab bis heute nicht herausgefunden, warum das so ist. Aber Gehaltsverhandlungen ist zum Beispiel so ein Thema - wenn ich über Gehälter verhandle, dann rufe ich meine Freundin Heike Sperling an. Die ist Mitte 40 und hat sehr viel mehr Erfahrung als ich. Sie hat als freie Creative Direktorin gearbeitet, ist jetzt Professorin und sie hilft mir einfach, das zu artikulieren, was mir zusteht und nicht einzuknicken. Sie sagt mir nur Sachen, die ich eigentlich schon weiß, trotzdem, es ist gut, das noch einmal von jemandem zu hören. Das man sich gegenseitig hilft, das man jemanden anruft, sich rückversichert, sich wirklich extrem gut darüber informiert, was einem zusteht und was nicht und dann auch genauso verhandelt. Ich glaube Frauen, so ist unsere Gesellschaft immer noch aufgebaut, definieren sich immer noch über das Urteil des Mannes. Es ist ganz schwierig, da auszubrechen. Es liegt nicht an Frauen, es liegt daran, und da ist eben immer noch ziemlich viel Arbeit im Feminismus zu machen, dass wir in einem Gesellschaftsbild leben, das christlich geprägt ist. Man sollte anfangen, da umzudenken, dass Gleichberechtigung nicht nur politisch und sozial, sondern auch gedanklich umgesetzt wird. Das geht darüber hinaus, dass man nur in seinem eigenen Leben guckt, dass alles in Ordnung ist, sondern bei jüngeren Frauen oder Frauen aus weniger privilegierten Backgrounds, dass man sich gegenseitig über Chancen aufklärt und informiert. Das Bewusstsein einer Gesellschaft verändert sich nur langsam. Und das heißt für uns junge Frauen, die gerne arbeiten wollen, dass wir zusammen halten müssen, dass auch wir Seilschaften gründen und uns gegenseitig helfen müssen.

Haben Frauen untereinander ein sehr starkes Konkurrenzdenken?
MS: Evolutionsbiologisch kannst du natürlich ganz klar belegen, warum das so ist. Aber wieso soll man dann als Frau plötzlich wertkonservativ denken? Wenn man versucht, nach Vorne zu denken, wenn man doch in der Lage ist, so viele andere komplexe gedankliche Zusammenhänge umzusetzen, dann muss man doch auch wirklich umsetzen können, dass die andere Frau einem nicht den besten Erzeuger wegnimmt, sondern dass man mit ihr gemeinsam Lobbyarbeit leisten kann. Das man sich gemeinsam bei Gehaltsverhandlungen helfen kann, gemeinsam Machtpositionen erreichen kann. Das sind Prozesse, das sind philosophische Fragen. Natürlich sind Sekretärinnen oder Assistentinnen ungemein wichtig für die Wirtschaft, ohne die würde gar nichts gehen, Wenn die morgen alle streiken würden, dann können die Typen stempeln gehen. Aber dabei kann es ja nicht bleiben. Wenn man denn eine Gleichberechtigung anstrebt, wenn man wirklich eine Veränderung möchte, muss aktiv entschieden werden.

Können solche Veränderungen nur von Frauen allein umgesetzt werden. Braucht es zunächst eine klare Abgrenzung von Männern?
MS: Das ist ein Weg, den ich auch nicht für so falsch halte. In der Ausbildung ist das ja auch immer eine Frage gewesen, ob man vielleicht Jungs und Mädchen voneinander getrennt unterrichten sollte. Ich würde einfach sagen, dass man sich und seine Grenzen kennen lernen muss, dass man für sich als Frau lernt, zu wissen, was man zu leisten gewillt ist. Bestimmte Sachen können Frauen extrem gut: verhandeln, diplomatisch sein. Sie können aber auch sehr wohl machtpolitisch denken und handeln, sie trauen sich das eben oft nicht, weil sie dann glauben, sie würden alleine bleiben, sie würden keinen Mann finden. Für Männer ist es tatsächlich schwierig, eine Frau zu haben, die mehr Geld verdient als sie selbst. Ich denke Abgrenzen ist ein zu großes Wort. Man sollte im Dialog über die Unterschiede bleiben. Frauen können durchaus mit Männern über Fußball reden. Sie müssen nur einen Weg finden, wie sie darüber können reden können, so dass es ihnen auch Spaß macht und die Männer sich darauf einlassen können. Frauen erwarten heute von Männern, dass sie sich auch auf alle Frauenthemen einlassen, aber gleichzeitig sind viele Frauen nicht dazu bereit, ihren Männern zuzuhören, wenn die über Männerkram reden. Ich glaube eher, dass sowohl die so genannten Frauenthemen einen Männerzugang haben können als auch anders herum. Ich glaube, wir müssen uns wieder viel mehr zuhören. Auch in Beziehungen hören wir uns oft nicht mehr zu, weil es so sehr um Abgrenzung geht. Man muss darüber reden, wie es für beide OK ist. Ein Dogma durch das nächste auszutauschen sehe ich nicht als Lösung.

Was können Frauen denn aktiv tun?
MS: Konkurrenzdenken abschalten. Einer meiner besten Freundinnen, sie ist 24, helfe ich auch regelmäßig bei Gehaltsfragen, irgendwann wird auch sie für mich eine Tür öffnen. Oder sagen wir mal, dass ich jetzt das Buch rausbringe und möchte, dass sie es übersetzt, einfach das man sich Sachen oder Jobs gegenseitig zuspielt, es ist so leicht. Wir müssen daran arbeiten, als Frauen Rollenmodelle zu schaffen, die nichts mit dem von Madonna der Einzelkämpferin, zu tun haben. Keine von uns kann sich noch wirklich mit Madonna identifizieren. Auch wenn Männer darüber schreiben, dass Angelina Jolie eine feministische Ikone sei, weil sie Actionhelden spielt - sie spielt Sexikonen mit Knarren, das ist kein feministisches Rollenmodell. Wir müssen uns die Angst nehmen, die Angst voreinander. Die Angst verlieren, dass einem eine andere intelligentere oder hübschere Frau den Rang ablaufen könnte. Das ist doch Quatsch! Man kann sich so viel gegenseitig zuspielen. Bis man sich den Rang abgelaufen hat, muss so viel passieren. Frauen sind auch sehr solidarisch, wenn es darauf ankommt. Da muss man dran arbeiten, dazu muss man sich auch zwingen, wenn die Stutenbissigkeit kommt. Man muss Frauen auch eine Chance geben. Erfolgreiche Frauen sind auf den ersten Blick unzugänglich, ich finde es ganz wichtig, dass man den Mädels eine Chance gibt und sich nicht sofort denkt „Iiih, was ist denn das für eine?“

Ich habe mit einer Freundin, die seit zwei Jahren in Bonn lebt, darüber gesprochen, dass sie den Eindruck hat, die Frauen in Bonn sei weitaus emanzipierter, als die Berlinerinnen, die sich gerne in das Berliner Mädchenklischee zurücklehnen und sogar als junge Mutter nicht mehr in den Beruf zurückkehren ...
MS: Ja, da gebe ich dir recht. Ich rede auch manchmal von Mädels, aber wenn mich jemand fragt - ich bin eine Frau. Ich habe keine Angst vor dem Frausein, ich sehe das auch nicht als angestaubt an. Ganz viele Journalisten, die mich jetzt treffen, sagen: „Ich kann nicht Frau Stein zu ihnen sagen, Sie sehen nicht aus wie eine Frau Stein.“ Das kann man machen, aber man kann gerne Miriam und „Sie“ sagen.

Es ist auch eigentlich ganz schön frech, das zu sagen, oder?
MS: Das ist ganz schön frech, ich habe darüber auch viel nachgedacht. Natürlich sehe ich jünger aus als ich bin, aber ich möchte natürlich trotzdem ernst genommen werden. Ich habe überhaupt keine Angst davor, in meinen Dreißigern zu sein, im Gegenteil. Ich finde das toll, ich kenne mich jetzt viel besser, ich weiß viel mehr, was ich will. Ich fühle mich in meiner Frauenrolle total wohl. Als Mädchen wäre ich eine einzige Katastrophe, ich war ein laufendes Chaos. Für mich ist es ein Geschenk, ein bisschen älter und reifer zu sein. Berlin ist glaube ich, die einzige Stadt in der man es sich als Pärchen noch leisten kann, getrennte Wohnungen zu haben. Man muss sich also nicht so sehr auf den anderen einlassen, sondern seine Sonntagsseite für die Verabredungen aufheben und seine Alltags-Kackseite für sich behalten. Solchen Dingen wie Müll herunter bringen geht man aus dem Weg. Natürlich ist so etwas total unsexy, aber manchmal definiert sich eine Person oder Gleichberechtigung genau über solche Dinge. Ich glaube, dass es damit zu hat, dass Frauen in ihrer eigenen Wohnung und mit ihrer eigenen Karriere irgendwann doch nicht mehr wissen, was sie wollen oder was sie glücklich macht. Also bekommen sie ein Kind. Dieses Kind soll sie dann für immer lieben und immer für sie da sein und dann müssen sie auch nicht mehr arbeiten. Das ist so eine seltsame Philosophie. Ich will das gar nicht per se verteufeln, aber für mich ist das schwer nachvollziehbar.

Hängen Machtverhältnisse in Beziehungen auch an der finanziellen Stärke des anderen? Erarbeiten Frauen sich Gleichberechtigung auf diesem Weg?
MS: Man kann aber auch lernen, füreinander da zu sein. Wenn in einer Beziehung zum Beispiel einer mal weniger verdient, dann ist es schon in Ordnung, sich auch aushelfen zu lassen und auch Sachen anzunehmen. Das ist für junge deutsche Frauen manchmal ein bisschen schwierig, sich auch als Frau feiern zu lassen, für alles, was eine Frau macht. Emanzipation heißt ja nicht „ich zahl’ alles alleine und ich brauch’ niemanden!“ Das heißt, dass man sich innerhalb von einem sozialen Gefüge abgrenzen und für sich selbst stehen kann, das man artikulieren kann, was man selbst möchte. Frauen sollten das tun. Ich bin immer auf der Seite derer, die sagen, dass, je mehr man über sich weiß, desto besser kann man artikulieren, was man will und was man nicht will. Desto weniger kommt man in Situationen, wo man in Abhängigkeiten gerät oder wie auch immer.

Viele Frauen unterscheiden sich in ihren Eigenschaften von einem typischen männlichen Alphatier, sind leiser, zurückhaltender, weniger ich-zentriert. Ist das für ein Vorankommen im Beruf ein Nachteil?
MS: Das würde ich so gar nicht sehen. Die Voraussetzung von Macht ist strategisches Denken, viele Frauen können sehr strategisch denken, sie vertrauen ihrer eigenen Strategie. Und dabei helfen solche spießigen Dinge wie planen, Listen machen, wo will ich in zwei Jahren sein, das hilft dann manchmal. Man muss sehen, wie komme ich da hin? Was für Artikel sollte ich schreiben, wie komme ich da rein? Du kannst dich ja auch reinlächeln, wenn du süß bist. Männer sind auch manchmal süß, die benutzen so etwas genauso. Man muss nicht laut sein, man kann zum Beispiel eloquent sein. Gute Strategien sind das A und O. das ist fast mathematisch, was man da macht. Ich habe sehr viel Respekt davor, was Charlotte Roche mit ihrem Buch macht. Sie schreibt als Frau ein Buch, das so dermaßen durch die Decke geht und sie so viel Geld verdienen lässt, dass sie damit wieder Platz für andere junge Frauen schafft. Ich stimme mit dem Buch und ihrer Aussage nicht überein, ich finde es auch literarisch nicht gut. Ich finde auch nicht, dass anatomisches Reden über den weiblichen Unterleib und Tampons wirklich die Frauenwelt zum Ausdruck bringt, aber sie hat sich was getraut, was so unverschämt ist und so untypisch Frau, das halte ich schon für wichtig. Auch für wichtiger, als thematische Bücher über so genannten Post-Feminismus zu schreiben und damit ein Bild zu propagieren, dass meiner Meinung nach angestaubt ist.

Du schreibst für die Süddeutsche Zeitung fast nur über Mode, richtig?
MS: Ich schreibe für die Süddeutsche nur noch über Mode, immer für den Wochenendteil. Ich würde dort gerne öfter Kulturkritisches mit einbauen, aber das schüttelt man nicht so aus dem Ärmel. Trotzdem ist es besonders bei einer Zeitung toll, sich mit Mode auseinandersetzen zu dürfen. Wir können uns als Tageszeitungsjournalisten ganz andere Frage erlauben, weil wir nicht so auf die Werbung angewiesen sind. Wir können Marken kritisch beleuchten, ohne dass sie uns die Seiten rausziehen. Die Freiheit genieße ich sowohl als Autorin als auch als Leserin. Schade ist, dass viele Frauen Mode und Modejournalismus mit Ablehnung gegenüber stehen. Sie kleiden sich möglichst asexuell, interessieren sich gar nicht für Mode, und das soll dann auch Emanzipation sein. Das ist so schade, denn das Zelebrieren des Frauseins heißt doch auch, dass man sich und seinen Körper mag. Mode ist etwas Tolles, das muss nicht heißen, dass man dumm ist. Das sind alles Dinge, von denen man sehr gut ablesen kann, wie man selbst tickt und sehr viel über die Zeit herausfinden, in der man lebt.

Arbeitest du schon an etwas Neuem?
MS: Ja, ich mache wieder Theater. Das Projekt heißt „Rimini - Protokoll“, wir sind ein deutsches Theaterkollektiv, machen Dokumentartheater und machen im Dezember im HAU ein Stück, in dem es um die Grenzen und Möglichkeiten von humanitärer Hilfe geht. Und - wenn ich als adoptiertes Kind jetzt ein Beispiel von humanitärer Hilfe bin - inwieweit das hilfreich ist. Es geht aber auch wieder um die Frage der Persönlichkeitsfindung. Und dann würde ich gern ein neues Buch schreiben.

Interview geführt von Teresa Bücker im September 2008


Miriam Yung Min Stein
Berlin Seoul Berlin - Auf der Reise zu mir selbst
Krüger Verlag







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11/18/2008

stadtkleid, modell nephele


stadtkleid, modell swantow


stadtkleid, modell versailles


stadtkleid, modell nephele


eines meiner liebsten berliner labels ist stadtkleid, zu finden in der rykestraße 26. andrea großöhmichen designt und schneidert wunderschöne kleider, röcke & mehr in hochwertigen, ausgewählten stoffen, darunter gerne seide. die elfenhaften stücke sind stets auf eine auflage zwischen 20 und 30 stück limitiert. als rotgelocktes wesen bin ich freilich verrückt nach einem kleid im komplimentär kontrast grün. das modell nephele habe ich auch vor kurzem maßgeschneidert zu meinem besitz hinzugefügt. i could no be happier.
für das smaragdgrüne versailles habe ich bereits ein sparschwein in den käfig gesperrt. für eine farbliche abrundung seht ihr hier zudem noch ein kleidchen namens swantow.




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Blocksatz




das britische label howies versteht sich als ganzheitliches ökologisches unternehmen. die verwendung von biologisch angebauter baumwolle ist dabei erst ein ganz kleiner teil ihrer unternehmensphilosophie. howies legt besonderen wert darauf, dass ihre produkte robust und lange haltbar sind; sie verwenden daher die besten materialien. bei betrachten des katalogs und der website erlangt man schnell zu der erkenntnis, dass die produktion ihrer mode für howies und ein aspekt einer verantwortungsvollen lebensweise ist: howies informiert über ernährung, umgang mit natur und ressourcen, gesunde unternehmensentwicklung und spaß an der arbeit. so liest es sich bei howies:
"We are trying to get the balance right between work and play. Whenever a real nice day comes along, it'd be a shame to waste it. So if you phone up and no-one answers, don't worry. We are out there doing what we love."
erreicht man bei howies also niemanden, sind die mitarbeiter wohl mit bmx, mountainbike, surfbrett oder skateboard unter freiem himmel anzutreffen - in diesen sportarten unterstützt howies ausgewählte teams. howies spendet zudem einen teil ihres umsatzes als so genannte 'earth tax' an umwelt- und sozialprojekte. der firmeneigene blog dient als brainfood.

der aktuelle katalog ist auf jeden fall einen download wert. liebevoll illustriert, reich an hintergründen zu nachhaltiger produktion und ökologischer lebensweise liest er sich wie ein greenpeace-magazin, nur eher sanft als aktivistisch. und welcher modekatalog beginnt schon mit solch einem statement?

This winter catalogue is all about living off the land.
We asked a local forager (thanks Yun) to come on tour with us.
To reconnect us with the land.
To show us the things we had forgotten.
But, mostly, to show us the things we had never learnt.
It was interesting to see everyone go from ‘I am not
eating that’ to ‘wow, that’s amazing’.
To see how much food that is all around us that
we don’t even understand is food.
Yun taught us to look at things a little differently.
How a bush could become seasoning for supper.
How good Samphire tastes with some freshly caught fish.
How a bunch of nettles can make a great cuppa tea.
We came away with more knowledge than we arrived
with, that’s for sure.
And we learnt to respect Yun and all his ways.
He had learnt from the best teacher there is.
The land.

dieser beitrag ist im rahmen der green glamour blogparade erschienen. einen überblick über alle teilnehmer findet ihr bei two for fashion. unter anderem mit dabei sind judith von what's wrong with the zoo, lisa von la lila, jessie, schnati und julia von les mads, lynn & horst, fenke von trés plus cool und lea.





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ein happen grün für zwischendurch. das farbigkonforme foto des tages stammt von der überaus talentierten katja hentschel und ihrem blog glamcanyon.

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heute findet auf mahrets initiative die blogparade zum thema green glamour statt. ein großer bunter blumenstrauß fashion-blogger zaubert heute beiträge zu nachhaltigkeit, ethik, biobaumwollenen strümpfen, innovativen herangehensweisen und den vorreitern in sachen 'green' in der welt der mode. bei two for fashion gibt es einen überblick über die teilnehmer. mein beitrag verschiebt sich auf einen zeitpunkt nach sonnenuntergang, da ich den tag in meinem büro am hegelplatz verbringe. bis dahin vergnügt euch doch ein wenig mit meinem beiträgen zum grünen parteitag und der sicht der netzzeitung auf die politische blogparade in erfurt.

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11/16/2008
Blocksatz
eva herman - wenn auch nur in gestalt eines plakats - entfaltete doch noch ein wenig wirkung auf mich und ließ mich die bundesdelegiertenkonferenz am sonntag bereits frühzeitig verlassen, da heim und herd nach mir riefen. das immer wieder an der freien universität im fachbereich angebotene seminar "work-life-balance of double-career-couples" habe ich bislang geflissentlich ignoriert, da mir eine wissenschaftliche annäherung an das thema absurd erschien. der begriff ist für meine lebenswelt auch nahezu antiquiert: bei mir pendelt das double-career-couple - ein begriff, der außerdem das nicht normale von zwei arbeitenden partnern herausstellt - sich zwischen arbeit, studium, zwei blogs, freiem schreiben, wg-leben und übrigem alltag ein. bis man für so ein konstrukt alle variablen entwirrt, korreliert oder in eine faktorenanalyse gepackt hat, hat auch der junge, dynamische wissenschaftliche mitarbeiter einen grauen bart. es kann auch im feldversuch ohne aufsicht gut gehen.

der mann an meiner seite hat während ich mich in erfurt befand alle in der küche verorteten vorbereitungen für den heutigen abend übernommen; ich habe vor ein paar tagen die glühbirnen an der decke seines flurs ausgewechselt und bin der teil der beziehung, der jede woche bundesliga tippt - er hat eventuell sogar ein paar schuhpaare mehr als ich. besonders emanzipiert fühle ich mich deswegen nicht. eher im schnitt. einen schönen begriff habe ich allerdings das erste mal im gespräch mit der autorin miriam yung in stein gehört: work-wife-balance. das interview mit ihr zu dieser thematik, in dem es außerde um das selbstverständnis junger frauen, männlichen seilschaften und mode geht, stelle ich morgen hier online. es bietet reichlich lesestoff und unterschiedlichen themen, denn ich brauche nach den letzten tagen ein wenig abstand vom bildschirm.

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der swr-journalist schaute etwas skeptisch, als ich ihm sagte, auf der bundesdelegiertenkonferenz der grünen seien die leute nicht anders gekleidet als auf politischen veranstaltungen anderer parteien. gestrickt wird hier außerdem vornehmlich von jungen männern, die auf diesem wege ein paar sekunden in den hauptnachrichtensendungen ergattern wollen. einziges fashion-highlight, das bislang mein blickfeld streifte, war eine frau mit grasgrünem kopftuch. der modebeitrag an diesem wochenende ist daher nur ein mood-bild und stammt aus der italienischen vogue. tim walker fotografierte für diese die strecke a private world. so könnte ein zusammentreffen von grüner politik und holzfällerhemdchen vielleicht aussehen.

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swr-journalist rainer hartmann hat uns auf der bundesdelegiertenkonferenz gesellschaft geleistet und für den swr einen radiobeitrag zusammengeschnitten. zwar hat das mit der unterscheidung von twitter und blogs noch nicht ganz funktioniert, immerhin scheint herrn hartmann beim lesen aber nicht langweilig geworden zu sein; man könnte meinen, lukas und coffee & tv haben einen neuen fan.


swr - blogger bei den grünen (dl)

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zu frauenrechten sprach auf der bundesdelegierten konferenz die landessprecherin von thüringen und frauenpolitische sprecherin astrid rothe-beinlich und es ist ein wenig aufmunternd, das wort 'frauenpolitik' ein mal zu laut zu hören, wenn frau doch unter der regierung der großen koalition und der zuständigen ministerin von der leyen den eindruck gewonnen hat, das frauenpolitik und familienpolitik eins sind. die medial präsenteste frauenpolitische aktion des bundesfamilienministeriums - das korrekt bundesministerium für familie, senioren, frauen und jugend heißt - ist der girls' day. dass es in den pressemitteilungen zu den berufsorientierungstag für mädchen noch nicht heißt, dass dieser dazu diene sie auf die vereinbarkeit von familie und karriere vorzubereiten, mag überraschen - denn bei der gleichstellungsthematik steht für frau von der leyen stets das gelungene nebeneinander von kind, ehe und karriere im vordergrund und sieht in der möglichkeit einer nicht gradlinigen berufslaufbahn durch schwangerschaft und kinder den vorrangigen grund für lohnunterschiede. das wort diskriminierung taucht in diesem kontext ebenso wenig auf, wie die bush regierung das wort 'torture' für die vorfälle in abu ghraib verwenden wollte: der begriff ist ein tabu.

claudia roth hingegen bemerkte in ihrer rede zur erneuten kandidatur als bundesvorsitzende recht provokant: "dass wir in diesem land noch immer gleichberechtigung einfordern müssen, ist eines der dunkelsten kapitel der diskriminierung in unserem land." zwar rühmt deutschland sich nun unter dem vorsitz einer bundeskanzlerin (die roth übrigens als "schutzmantel-madonna der sozialdemokratie mit burn-out-syndrom" bezeichnete), dass aber die these, allein durch ihr frausein wirke angela merkel schon für frauenpolitische fortschritte, nur bedingt zutrifft, legte rothe-beinlich beispielhaft mit ihrem rückblick auf das europäische jahr der chancengleichheit dar, das im jahr 2007 unter der bundesratspräsidentschaft von deutschland still und ohne eine aktion für die berufliche gleichstellung von frauen unter federführung von angela merkel ausklang.

die anwesenden lobbyisten setzen sich übrigens auch für frauenrechte ein. da die public affairs-agentur von tank&rast die von der messeagentur bereitgestellten etuikleider der hostessen für "nuttig kurz" befand und die mädels in den alternativ-outfits froren, durften sie zur standbetreuung ihre eigene, schwarze kleidung tragen: "bei den grünen ist das völlig okay, bei der cdu wäre das wohl nicht gegangen."

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last year's winners


showmanship


mr. mike's revenge


they both won


couple


duck rest


half naked


two days old


lunch

da in der rangfolge der tierliebsten parteien gleich nach der tierschutzpartei wohl die grünen kommen, fallen diese ausgewählten bilder von dan nelkens fotoserie 'till the cows come home' nicht völlig aus dem inhaltlichen rahmen des grünen parteitages. der amerikanische fotograf hat sich über sieben sommer hinweg der dokumentation von jahrmärkten mit landwirtschaftsausstellungen im delaware county gewidmet. er portraitiert den gemeinsam mit den farmen sterbenden lebensstil, dessen leidenschaft, werte und eigenarten noch einmal im jahr auf den county fairs zelebriert werden können.


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