mit der fashionweek legt sich dieses blog wieder in in einem üppigen überwurf aus text, der sich in zeilen schon in bissige printprodukte gestohlen hat. für das nächste derzeit fashion week daily zum thema "tension" habe ich die fetisch-kolumne beigesteuert und in einer weiterentwicklung des photodiary von marc schuhmann wird es noch mehr auf papier gehauchte bilder und texte geben. irgendwann nach dem trubel.
mit dem wackligen schwarz-gelben trubel wird hoffentlich auch das journalistische geschwafel über das konstrukt des "neuen bürgertums" oder der "generation mitte" verstummen (so wie dieser abwegige text von steffen burkardt; danke tanja dückers), das mir aufstößt, wenn ich morgens schlaftrunken auf die schönhauser straße blicke, vom fenster eines farbbefleckten wohnzimmers, das momentan mehr atelier als wohnraum ist. die neue bürgerlichkeit versucht frauen stil statt macht zu verkaufen - doch in einem gelben hosenanzug suche ich zuallererst den stil, bevor ich die anderen leeren versprechen aufdecke. gelbe farbe fügt sich viel besser in schwammtechnik getupft in harmoniesüchtige küchen, als in zeitgenössische kunst, intelligente debatten oder in ein apartes kleid. ein hort der kunst in mitte wird zudem in den nächsten monaten ausbluten: das wunderschöne postfuhramt geht an einen neuen investor und mit diesem gehen die c/o galerie, die ateliers von modeschöpfern und malern und das rodeo. wer neben dem champagnersaufen die baustellenszene in mitte im blick hat kann erahnen, wie die künftige nutzung des gebäudes aussehen wird. dieses gewerbe herzt die fdp in etwa wie guido westerwelle die werke von bisky.

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